Aktueller Schwerpunkt: Primärversorgung

Das Thema Primärversorgung wird einer der aktuellen Schwerpunkte der GRPG bilden. Das hat das geschäftsführende Präsidium in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschlossen. Der Gesellschaft geht es dabei nicht darum, dem „bunten Strauß von wohlfeilen Konzepten“, so Generalsekretär Huss, noch eine weitere Blume hinzuzufügen. „Wir wollen uns darauf konzentrieren, die vorliegenden Konzepte zu analysieren und die Debatte darüber zu „befeuern“, wie wir schneller und nachhaltiger in die Umsetzung kommen.

Tabus soll es dabei nicht geben, so Huß. Es gilt der Satz: „Jeder Akteur, jede Akteursgruppe muss bereit sein, ihre Aufstellung, ihr Geschäftsmodell auch infrage stellen zu lassen. Denn „Denken ist Probehandeln“.

Auftakt für die Debatte bildete die Diskussion auf der GRPG Mitgliederversammlung am 8.5.2026 über das Primärversorgungsmodell des GKV-Spitzenverbandes.

Die Ausgabe 04/2026 der RPG, der Mitgliederzeitschrift der GRPG, wird ihren Schwerpunkt auf das Thema legen. Neben einem Überblick über die wichtigsten vorliegenden Modelle, werden Erfahrungen aus dem In- und Ausland, die Diskussion über die Ergebnisse der Hausarztverträge eine kontrovers angelegte Debatte ermöglichen. Aktuell diskutiert das Präsidium über eigene Thesen unter dem Titel „Von Koordination zu verbindlicher Prozessverantwortung„.

Die GRPG befindet sich in einem Jahr der Neuaufstellung. Über 30 Jahre nach ihrer Gründung stellt sie fest: 1000 mal alles diskutiert. Und so wenig ist passiert.

Die Gesellschaft will sich künftig stärker darum kümmern, dass Veränderungen schneller und nachhaltiger in die Alltagspraxis kommen.

Parallel dazu befindet sie sich in einer Phase der Neubesinnung. Die neu gelaunchte Website, ein erneutertes Logo begleiten diese Neuausrichtung.

Mit der Einrichtung weiterer AdHoc Arbeitsgruppen wird die GRPG diesen Prozess fortsetzen.