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Willkommen bei der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e. V. GRPG
Die Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. GRPG ist eine unabhängige und fachübergreifende Gesellschaft. Sie wurde 1994 gegründet und steht allen Berufsgruppen und Leistungsbereichen im Gesundheitswesen offen. Viele unserer Mitglieder sind in führenden Positionen im Gesundheitswesen tätig und verfügen über hervorragende Verbindungen.
Dem Präsidium der GRPG gehören Vertreterinnen und Vertreter der Ärzte, Zahnärzte, Apotheker, Juristen und der Fachberufe des Gesundheitswesens an. Vertreten sind auch die Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten, die Versicherungen, die Medien, die Politik, die Ökonomie, der Bereich Digitale Gesundheit sowie Patientinnen/Patienten und Verbraucherinnen/Verbraucher.
Wir wollen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens beitragen und führen dazu den in der GRPG versammelten Sachverstand interdisziplinär zusammen. Ziel ist es, an der Meinungsbildung im Gesundheitswesen mitzuwirken. Wir schaffen Kontakte zwischen Wissenschaft und Praxis. Unser einmaliges Netzwerk wird gelebt durch Begegnungen unserer Mitglieder im ansprechenden Rahmen der Symposien und der Mitgliederversammlung.
Aktuelles
Die neue Zeitschrift RPG 1/2026 ist da
Gesundheitspolitik im Fokus
Zu grundlegenden Reformen entschlossen
Jürgen Stoschek
Übersicht
Eigenverantwortung – Fremdkörper in einem solidarischen Gesundheitssystem?
Stefan Huster
Zur Diskussion gestellt
Gibt es ein Rezept gegen das Apothekensterben?
Kerstin Kemmritz
Digitale Behandlungspfade als Schlüssel zur Kostenstabilität und Versorgungssicherheit im Gesundheitswesen
Christian Hieronimi | Michael Meyer
Die ePA kann die Versorgung entscheidend verbessern – Möglichkeiten der Digitalisierung für die GKV
Philipp Mauch | Christian Bredl
Veranstaltungstermine
“Wir haben kein Erkenntnis-, wir haben ein Umsetzungsproblem” lautet die zukunftsoffene Selbstbeschreibung des deutschen Gesundheitssystems.
Aufgrund der aktuellen Sparideen möchten wir das jedoch bezweifeln: Wir haben ein Erkenntnis- und ein Umsetzungsproblem! Denn scheinbar will niemand in der Gesundheitspolitik den “Elefanten im Raum” thematisieren:
Die Politik muss gesetzliche, institutionelle und finanzielle Spielräume schaffen, damit sich Prozesse und Rollen verändern und Akteure Verantwortung für Ergebnisse übernehmen können, statt weiter nur am Symptom Beitragssatzhöhe mit weiteren Sparideen herumzudoktorn.
Wir betonen: Sie kann diese Veränderungen nicht Schritt für Schritt, engmaschig administrieren, gesetzlich legitimieren und durch Förderprozesse unterstützen. Prozesse und Verhalten zu verändern, lässt sich nicht in Vier Jahres Zyklen, “hüh und hott" organisieren. Erst recht nicht, wenn Demographie und neue Herausforderungen eine stetige Anpassung an Prozesse erfordern.
WIR STEHEN VOR GROSSEN FINANZIELLEN UND RIESIGEN PERSONELLEN HERAUSFORDERUNGEN.
Die Digitalisierung schafft neue Möglichkeiten. Aber nur, wenn durch sie Prozesse verändert werden können, Verantwortlichkeiten gebündelt werden und Widerstände qua besserer Leistung auch verdrängt werden können. Nur die Prozesse vom Analogen in das Digitale zu übersetzen, ohne die Abläufe zu überdenken und Schnittstellenprobleme auszumerzen, ist keine Strukturreform!
Es bedarf der grundlegenden Veränderung von Rollen, Prozessen und organisatorischen und finanziellen Verantwortlichkeiten. Wir suchen nach neuen und durchgängigen Patientenpfaden, entsprechenden Verantwortungs- und Finanzierungsmodellen. Die Politik sollte das auch tun!
Nicht zuletzt gilt es, die hohe Motivation der im Gesundheitswesen tätigen Personen aller Professionen zu wecken und nicht zu gängeln oder durch falsch verstandene Sparmaßnahmen gänzlich zu ersticken! Wir brauchen mehr Verantwortung für die Leistungserbringer und mehr Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit!
VERÄNDERUNG SCHAFFT AUCH VERLUSTE
Vor diesem Hintergrund sei ausgesprochen: Nicht alles wird konsensuell möglich sein. Bei tiefgreifenden Veränderungen wird es Gewinner und Verlierer geben. Aber: Die institutionelle Aufstellung des deutschen Gesundheitswesens lässt sich nicht länger durch seine erfolgreiche Geschichte begründen. Es muss sich durch bessere Leistungen beweisen. Dazu muss man den Leistungserbringern diese noch bessere Leistung aber auch möglichen. Und bezahlen. (Oder: Es muss sich fragen lassen, ob und wie es für eine effektivere und effizientere Gesundheitslandschaft von Nutzen ist.)
DIE GRPG ALS IMPULSGEBER EINES ZUKUNFTSFÄHIGEN GESUNDHEITSWESEN
Seit ihrer Gründung diskutiert die GRPG politische Rahmensetzungen und setzt sich mit der Gesetzgebung im Gesundheitswesen auseinander.
Wir werden uns in unserer künftigen Arbeit noch stärker damit beschäftigen, was Politik tun muss, damit Akteure mehr Handlungsfreiheit erhalten, um Innovationen im Sinne einer besseren, ergebnisorientierten Gesundheitslandschaft zu entwickeln und zu nutzen. Und wir werden uns der Frage widmen, wie Politik ihre gesellschaftliche Verantwortung weiterentwickeln muss, damit das gelingen kann. Wir werden Szenarien entwickeln und diskutieren, um Chancen und Risiken, Vor- und Nachteile abzuwägen. Und zu zeigen, ob oder wie verantwortungsvolles Handeln und politische Weiterentwicklung möglich sind.
Wir laden alle Akteure auf, die Fesseln des interessensabhängigen Denkens hinter sich zu lassen und zu beschreiben, welche Rolle sie in einem sich verändernden Gesundheitswesen übernehmen möchten und welche Risiken sie dafür in Kauf zu nehmen bereit sind. Das ist die Grundlage, die Politik braucht, wenn sie Erkenntnisse gewinnen und diese in die Praxis umsetzen will. Damit wir nicht einfach nur billiger, sondern besser gesund werden!